Schlechte Leistung führt zu einer völlig unnötigen Niederlage
Am Samstag war der FC Schüpfen am Riedweg zu Gast, ein Gegner der absolut in unserer Reichweite lag. Wie in den bisherigen Spielen erwischten wir einen guten Start, dominierten die Startviertelstunde und gingen durch ein Weitschusstor von Noa verdient 1:0 in Führung. Weitere gute Chancen liessen wir in dieser Phase "liegen" was sich später noch rächen sollte. Im Laufe der ersten Halbzeit glich sich das Geschehen aus, wir begannen uns nach altem Muster mit dem Schiedsrichter zu beschäftigen und liessen uns auf die Provokationen des Gegners ein. Wie immer in solchen Fällen hilft dies vorallem dem Gegner und ganz sicher nicht der eigenen Mannschaft. Mit viel Kampfgeist, Einsatz und guter Verteidigungsarbeit retteten wir die knappe Führung in die Pause.
Gewisse Ansätze von Kick and Rush waren bereits gegen Ende der ersten Halbzeit zu sehen, wir hatten in der Pause darauf hingewiesen, dass wir versuchen müssen das Spiel von hinten sauber aufzubauen. Davon war dann aber in der Realtität genau nichts zu sehen, das Spiel war kaum anzuschauen, Kick and Rush in Reinkultur, der Schiedsrichter und die Gegenspieler waren weitaus das beliebtere Thema als das eigene Spiel, was diesem alles andere als förderlich war. Um es deutlich zu sagen, unser Spiel war richtig schlecht.
Nach einer guten Torchance von Philippe, mussten wir nach einem Eigenfehler das 1:1 hinnehmen und nur wenige Minuten später stand es 1:2; wiederum nach einem groben Fehler im Spielaufbau. Dass dem 1:3 kurz vor Schluss ein klares Foul an Fabrice vorausging passte zu diesem gebrauchten Nachmittag. Immerhin war der Wille da, das Spiel nicht herzuschenken und Dario erzielte mit einem schönen Kopfballtor das 2:3. Dieses kam leider zu spät, ganz im Gegenteil, nach einem Kontertor stand das Schlussresultat von 2:4 fest.
Folgendes gilt es festzuhalten:
- Ja, der Schiedsrichter war ungenügend, wir waren aber an diesem Nachmittag leider nicht besser
- Ja, der Gegner provozierte, wir stiegen leider wie so oft auch darauf ein. So geht es definitiv nicht
- Ja, der Erfolg ist nur ein Überbleibsel einer guten Vorbereitung. Für diese Vorbereitung ist jeder selber verantwortlich
- Ja, wir können es viel besser und haben es auch schon bewiesen
Wir müssen lernen, mit den eigenen Emotionen besser umzugehen, es wird auch in 100 Jahren nichts nützen, wenn wir uns über den Schiedsrichter und die Gegenspieler (die sich danach ins Fäustchen lachen) aufregen. Besser wäre es sehr selbstkritisch die eigene Leistung zu hinterfragen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Es wird auch in den nächten Spielen nur mit Kampf, Einsatz, guter Vorbereitung und Konzentration auf die eigene Leistung gehen. Natürlich gilt dies alles auch für das Trainerteam, nach einer solch schlechten Leistung sind alle gefordert um es besser zu machen.
Das gewonnene Spiel gegen das Team Grand Chasseral hat gezeigt, dass wir es besser können, gerade im Bezug auf das Handling des Schiedsrichters, der eigenen Emotionen und dem Umgang mit dem Gegner. Wichtig ist immer, die Umstände auszublenden und sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren, dies ist das Einzige was man beeinflussen kann.
Jungs ich glaube an Euch und bin sicher, dass wir wieder aufstehen und gute Leistungen zeigen werden. Heisst nicht, dass wir danach immer gewinnen, aber wir müssen alles versuchen um nach 90 Minuten sagen zu können, dass wir alles probiert haben; wenn der Gegner dann trotzdem besser ist, ist es so und auch kein Problem.
Weiter geht es mit dem Cupspiel gegen eines der besten B-Teams, dem FC Münsingen aus der YouthLeague. Am Samstag, 13. September geht es mit der Meisterschaft weiter, mit dem Auswärtsspiel im 130 Kilomter entfernten Boncourt.
Chrigu Aeschlimann